Die „tin whistle“ („Blechpfeife“), wegen ihrem geringen Preis auch „pennywhistle“ genannt, ist die typische  Blockflöte in der irischen Musik. In ihrer heutigen Form wurde sie um die Mitte des 19. Jahrhunderts  entwickelt. Sie bestand ursprünglich aus Weissblech und einem Holzblock, und hat sechs Grifflöcher auf  der Vorderseite, das heisst, es gibt kein Daumenloch wie bei einer klassischen Blockflöte.   Seit einigen Jahren gibt es auch ein- oder zweiteilige Instrumente  aus Aluminiumrohr, welche einen  besseren Klang haben (aber auch teurer sind). Mit solchen whistles - vor allem in Alt- oder Tenorlage -  kann man übrigens auch sehr gut Blues, Pop, Rock und einfachen Jazz spielen.  Die Grifflöcher sind deutlich grösser als bei einer klassischen Blockflöte, was einen volleren Klang zur Folge  hat, andererseits aber die Verwendung von Gabelgriffen stark einschränkt so dass nur wenige Tonarten  möglich sind; auf der allgemein üblichen D-whistle kann man D-dur, A-dur und G-dur sowie E-moll, H-moll  und A-moll problemlos spielen, für andere Tonarten, wie sie vor allem im Blues und im Jazz vorkommen,  muss man eine andere whistle (z.B. F oder Es) nehmen.  Eine Sopran-whistle in D ist vor allem für schnelle irische Tanzmusik (Jigs, Hornpipes, Reels) geeignet; für  Songs und Slow Airs empfiehlt sich oft eine Alt-whistle in G, da die Melodien häufig tiefer als D  hinuntergehen. Für “kwela” (südafrikanischer Swing) wäre eigentlich eine whistle in B erforderlich; man  kann die Stücke aber auch nach G- oder C-dur transponieren und dann mit einer G-whistle spielen.  Für den Anfang ist eine whistle in D zu empfehlen (und nicht etwa eine in C !!), da zum einen die meisten  irischen Musikstücke in Kreuztonarten stehen und zum anderen mit allen sechs geschlossenen Grifflöchern  ein D ertönt, wie auf einer normalen Sopranblockflöte oder auf einer Querflöte.  Die Griff-Folge ist sehr einfach: wenn man einen Finger nach dem anderen aufhebt, erhält man eine  Tonleiter mit den Tönen D, E, Fis, G, A, H, Cis; für das zweite Register (d.h. dieselben Töne um eine  Oktave höher) werden genau die selben Griffe überblasen. Ungewohnt daran sind nur die Griffe für Cis  (alles offen) und hohes D (alles geschlossen). Reine Gewohnheitssache.   Die besten Informationen über verschiedene Instrumente, die „Szene“ usw. gibt es unter den folgenden  Adressen:   www.chiffandfipple.com     www.ceolas.org             www.irish-music.net  www.greylarsen.com         www.irishfolk.ch            www.tinwhistler.com  www.tinwhistle.de  www.tin-whistles.de  einige Flötenbauer: Phil Hardy baut sehr gute Aluminium-whistles, ein- oder zweiteilig, kräftiger Ton   (Band-erprobt); in allen möglichen Tonarten:   www.kerrywhistles.com     manchmal in Zürich erhältlich (neben anderen Fabrikaten) bei   „Gandharva Loka“ Brunngasse 7;  Tel.   044 260 36 16  Auch Colin Goldie  macht sehr gute Aluminium-whistles,   ein- oder zweiteilig, etwas eleganter im Klang als Kerry;   in allen möglichen Tonarten, bis hin zu einer G-Bass-  whistle (nur ab Körpergrösse 1,80 m zu empfehlen!):   www.colingoldie.de  Etwas futuristisch sehen die Aluminium-whistles von Misha Somerville aus   (ich habe noch keine gespielt):   www.jazzwhistle.com  Für Schüler gut geeignet, zweiteilig und günstig:    www.albawhistles.com  Wenn man einfache, klassische Blech-whistles sucht,   ist man gut bedient mit "Feadòg"- pro - whistles.  www.feadog.ie  T I N - W H I S T L E T I N N - U I S S E L P E N N Y - W H I S T L E die andere Blockflöte tinwhistle - die andere Blockflöte  T I N - W H I S T L E T I N N - U I S S E L P E N N Y - W H I S T L E die andere Blockflöte